Führerschein Klasse BE - Personenkraftwagen mit besonders schwerem Anhänger

1. Was man mit der Klasse BE fahren darf:

Fahrzeugkombinationen, die aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger bestehen und die als Kombination nicht unter B oder B96 fallen. Bei der Klasse BE wird lediglich die zulässige Gesamtmasse des Anhängers auf 3.500kg beschränkt.
Zum Fahren eines noch schwereren Anhängers ist grundsätzlich die Klasse C1E erforderlich.


2. Erteilungsvoraussetzungen / Befristungen / Einschlüsse

Vorbesitz einer Fahrerlaubnis: Klasse B erforderlich
Mindestalter: 18 Jahre
Befristung der Fahrerlaubnis: siehe Infos zum Führerschein
Ärtzliche Untersuchung: Nein, nur Sehtest
Einschluss anderer Klassen: Keine


3. Alles über die Ausbildung (theoretisch / praktisch)

3a. Theoretische Mindestausbildung

Eine theoretische Ausbildung ist für die Klasse BE nicht vorgeschrieben.

3b. Praktische Mindestausbildung

Zum praktischen Unterricht gehören auch:
  • Anleitung und Hinweis vor, während und nach der Durchführung der Fahraufgabe sowie
  • Nachbesprechung und Erörterung des jeweiligen Ausbildungsstandes
  • Grundausbildung und 3 ÜL, 1 AB, 1 NF*

* ÜL = Überland; AB = Autobahn; NF = Nachtfahrt


Hinweise:
Wurde die Prüfung für die Klasse B auf einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe bestanden, können Ausbildung und Prüfung für die Klasse BE mit einer Fahrzeugkombination gefahren werden, deren Zugfahrzeug wahlweise mit Schaltgetriebe oder mit automatischer Kraftübertragung ausgestattet ist, ohne dass es einen Beschränkungsvermerk nach sich zieht.

Schon bei der Bestellung der Prüftermine sollte beim gemeinsamen Erwerb der Klasse B und BE daran gedacht werden, dass die praktische Prüfung für die Klasse B bestanden sein muss, bevor die Prüfung für die Klasse BE begonnen werden darf.



4. Alles über die Fahrerlaubnisprüfung (theoretisch / praktisch)

4a. Theoretische Fahrerlaubnisprüfung

Für die Klasse BE gibt es keine theoretische Prüfung.

4b. Praktische Fahrerlaubnisprüfung

• Ablegen der praktischen Prüfung
Frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters. Vor der Prüfung muss sich der Prüfer durch Einsichtnahme in den Personalausweis oder Reisepass von der Identität des Bewerbers überzeugen.
 
• Die Ausbildungsbescheinigung
Der Bewerber benötigt für die Prüfung eine Ausbildungsbescheinigung über die Grundausbildung und die Mindeststundenzahl der vorgeschriebenen besonderen Ausbildungsfahrten (es dürfen nur Bescheinigungen verwendet werden, die dem amtlichen Muster entsprechen). Sie muss vom Fahrschulinhaber oder dem verantwortlichen Leiter der Fahrschule, vom Fahrlehrer und vom Bewerber unter Angabe des Ausstellungsdatums unterschrieben sein.
 
• Geltungsdauer der Ausbildungsbescheinigung
Das Ausstellungsdatum darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen.
 
• Prüfungsdauer
45 Minuten
 
• Wiederholungsfristen bei Nichtbestehen der praktischen Prüfung:
Wiederholungsprüfungen sind im Abstand von 14 Tagen möglich.
Die Fristen wiederholen sich für die Dauer des auf ein Jahr befristeten Fahrerlaubnisantrages.
 
• Hinweis:
Beim gemeinsamen Erwerb der Klasse B und BE kann bei Nichtbestehen der Klasse BE auf Wunsch des Bewerbers und gegen Gebühr eine befristete Fahrberechtigung für die Klasse B erteilt werden.

» www.fahrschule-schoeneberg.de