Führerschein Klasse A2

1. Was man mit der Klasse A2 fahren darf:

Krafträder (Zweiräder, auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von mehr als 40cm³ oder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45km/h, beschränkt auf eine Nennleistung von nicht mehr als 35kW und einem Verhältnis von Leistung zu Leergewicht von nicht mehr als 0,2kW/kg.


2. Erteilungsvoraussetzungen / Befristungen / Einschlüsse

Vorbesitz einer Fahrerlaubnis: Keine Klasse erforderlich
Mindestalter: 18 Jahre
Befristung der Fahrerlaubnis: siehe Infos zum Führerschein
Ärtzliche Untersuchung: Nein, nur Sehtest
Einschluss anderer Klassen: A1 und AM


3. Alles über die Ausbildung (theoretisch / praktisch)

3a. Theoretische Mindestausbildung

Theoretischer Unterricht in Doppelstunden zu je 90 Minuten...

Bei Ersterteilung: Bei Erweiterung:
12 Grundstoff 6 Grundstoff
4 klassenspezifischer Stoff 4 klassenspezifischer Stoff

Der theoretische Unterricht richtet sich nach dem Ausbildungsplan der Fahrschule und soll zwei Doppelstunden täglich nicht überschreiten.

Hinweis: Bei mindestens 2 Jahren Vorbesitz der Klasse A1 (gilt auch für Klasse 3, vor April 1980) entfällt die Theorieausbildung.


3b. Praktische Mindestausbildung

Zum praktischen Unterricht gehören auch:
  • Anleitung und Hinweis vor, während und nach der Durchführung der Fahraufgabe sowie
  • Nachbesprechung und Erörterung des jeweiligen Ausbildungsstandes
  • Grundausbildung und 5 ÜL, 4 AB, 3 NF*

* ÜL = Überland; AB = Autobahn; NF = Nachtfahrt

Hinweise:
In der letzten Phase der Grundausbildung und bei den besonderen Ausbildungsfahrten lässt der Fahrlehrer den Fahrschüler überwiegend vorausfahren und kann ihn über Funk ansprechen.

Für den Fahrschüler besteht die Möglichkeit, dass zu Beginn der Ausbildung zunächst ein Leichtkraftrad (Ausbildungs- oder Prüfungsfahrzeug) verwendet wird.

Bei mindestens 2 Jahren Vorbesitz der Klasse A1 (gilt auch für Klasse 3, vor April 1980) ist die praktische Ausbildung verkürzt.



4. Alles über die Fahrerlaubnisprüfung (theoretisch / praktisch)

4a. Theoretische Fahrerlaubnisprüfung

• Ablegen der theoretischen Prüfung
Frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters. Vor der Prüfung hat sich der Prüfer durch Einsichtnahme in den Personalausweis oder Reisepass von der Identität des Bewerbers zu überzeugen.
 
• Die Ausbildungsbescheinigung
Der Bewerber benötigt für die Prüfung eine Ausbildungsbescheinigung über den theoretischen Mindestunterricht (es dürfen nur Bescheinigungen verwendet werden, die dem amtlichen Muster entsprechen). Sie muss vom Fahrschulinhaber oder dem verantwortlichen Leiter der Fahrschule, vom Fahrlehrer und dem Bewerber unter Angabe des Ausstellungsdatums unterschrieben sein.
 
• Geltungsdauer der Ausbildungsbescheinigung
Das Ausstellungsdatum darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen.
 
• Zusammenstellung der Prüfungsfragen
bei Ersterteilung:
Grundstoff (20) und klassenspezifischer Stoff A (10) => 30 Fragen
Höchstzulässige Fehlerpunktzahl beträgt 10 Punkte (Ausnahme: zwei falsche Fragen
à 5 Fehlerpunkte)
bei Erweiterung:
Grundstoff (10) und klassenspezifischer Stoff A (10) => 20 Fragen
Höchstzulässige Fehlerpunktzahl beträgt 6 Punkte
 
• Zugelassen sind auch Fragebogen in folgenden Fremdsprachen:
• Englisch
• Französisch
• Griechisch
• Italienisch
• Polnisch
• Portugiesisch
• Rumänisch
• Russisch
• Serbokroatisch
• Spanisch
• Türkisch
 
• Geltungsdauer einer bestandenen theoretischen Prüfung:
12 Monate
 
• Wiederholungsfristen bei Nichtbestehen der theoretischen Prüfung:
Wiederholungsprüfungen sind im Abstand von 14 Tagen möglich.
Die Fristen wiederholen sich für die Dauer des auf ein Jahr befristeten Fahrerlaubnisantrages.
 
• Hinweis:
Beim Erwerb der Klasse A2 von der Klasse A1 und dem Vorbesitz von A1 von mindestens 2 Jahren entfällt eine theoretische Prüfung.


4b. Praktische Fahrerlaubnisprüfung

• Ablegen der praktischen Prüfung
Frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters. Vor der Prüfung muss sich der Prüfer durch Einsichtnahme in den Personalausweis oder Reisepass von der Identität des Bewerbers überzeugen.
 
• Die Ausbildungsbescheinigung
Der Bewerber benötigt für die Prüfung eine Ausbildungsbescheinigung über die Grundausbildung und die Mindeststundenzahl der vorgeschriebenen besonderen Ausbildungsfahrten (es dürfen nur Bescheinigungen verwendet werden, die dem amtlichen Muster entsprechen). Sie muss vom Fahrschulinhaber oder dem verantwortlichen Leiter der Fahrschule, vom Fahrlehrer und vom Bewerber unter Angabe des Ausstellungsdatums unterschrieben sein.
 
• Geltungsdauer der Ausbildungsbescheinigung
Das Ausstellungsdatum darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen.
 
• Prüfungsdauer
60 Minuten
 
• Wiederholungsfristen bei Nichtbestehen der praktischen Prüfung:
Wiederholungsprüfungen sind im Abstand von 14 Tagen möglich.
Die Fristen wiederholen sich für die Dauer des auf ein Jahr befristeten Fahrerlaubnisantrages.
 
• Hinweise:
In der Prüfung fährt der Bewerber in der Regel voraus und erfährt seine Anweisungen über Funk.
Beim Erwerb der Klasse A2 und dem Vorbesitz von A1 von mindestens 2 Jahren ist nur eine verkürzte praktische Prüfung erforderlich.

» www.fahrschule-schoeneberg.de